Schwedenbitter ist die Bezeichnung für eine Bitterspirituose. Er ist kein Genussmittel im herkömmlichen Sinne, sondern gilt als Naturheilmittel. Dem Schwedenbitter wird eine wohltuende und teils heilende Wirkung nachgesagt. So soll er eine Vielzahl von Missempfindungen und Leiden lindern, was wissenschaftlich jedoch nicht belegt ist.

Die Geschichte vom Schwedenbitter

Der Name der Kräutermischung geht auf die Nationalität der schwedischen Ärzte und Chemiker Urban Hjärne und Klaus Samst zurück. Sie sollen im Dreißigjährigen Krieg ein sehr wirkungsvolles Elixier entwickelt haben, welches bei Einnahme die Auswirkungen der Strapazen bei den Menschen abmildern sollte.

Im Jahr 1692 erhielt Hjärne die Erlaubnis zum Verkauf von “Elexir amarum” durch Apotheken – der Schwedenbitter war geboren. In den darauffolgenden Jahrhunderten wurden verschiedene Rezepturen der Kräutermischung hergestellt und vertrieben. Seither durfte der Schwedenbitter in keiner Hausapotheke fehlen.

Der Schwedenbitter ist für alles gut, sagt man

Paracelsus, ein Alchemist aus dem 16. Jahrhundert soll bereits auf eine ähnliche Kräutermischung geschworen haben. Die österreichische Kräuterkundige Maria Treben verhalf dem Schwedenbitter mit ihrem 1980 veröffentlichten Bestseller „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ schließlich zu größerer Bekanntheit. Darin findet man die Rezeptur des großen Schwedenbitters, welche in der ersten Ausgabe des Kräuterbuches Maria Trebens zu finden ist. Später schreibt sie nur mehr vom kleinen Schwedenbitter und empfiehlt auch nur diesen.

Auch heute kann man sich noch Schwedenbittermischungen nach Maria Treben kaufen.

Großer und kleiner Schwedenbitter

Der große Schwedenbitter enthält deutlich mehr Zutaten als der kleine Schwedenbitter. Daher auch sein Name. Einige der Zutaten sind heutzutage sehr exotisch und nicht mehr zugelassen, wie z. B. Lärchenschwamm, oder auch schützenswert, wie das Bibergeil. Dabei handelt es sich um keine Pflanze, sondern um ein Sekret des Bibers. Es wurde in der früheren Heilkunde gerne und häufig verwendet, daher fand es wohl auch einen Platz in der Rezeptur des großen Schwedenbitters. Heutzutage wird Bibergeil kaum noch medizinisch angewendet, nicht zuletzt, um den Biber zu schützen.

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Die wichtigsten Inhaltsstoffe im Schwedenbitter

Über die Nahrung bekommen wir heute wesentlich weniger Bitterstoffe, weil sie aus dem Gemüse weitgehend herausgezüchtet wurden. Gleichzeitig ist Bitter aber eine wichtige Geschmacksrichtung. Die im Schwedenbitter enthaltenen Bitterstoffe werden über die Geschmacksrezeptoren wahrgenommen und regen die Produktion von Speichel und Verdauungssäften an, was u. a. die Funktion von Leber und Galle anregt und verdauungsfördernd wirkt.

Die wichtigsten Schwedenkräuter sind:

  • Enzianwurzel
  • Kalmuswurzel
  • Zimtrinde
  • Kardamom
  • Angelikawurzel
  • Zitwerwurzel
  • Wermut
  • Salbei
  • Tausendgüldenkraut
  • Kurkuma
  • Beifuß
  • Quendel
  • U. v. m.

Die Kräutermischung variiert von Schwedenbitter zu Schwedenbitter, da jede Apotheke auf andere Kräuter schwört.

Wirkung des Schwedenbitters

Der Schwedenbitter enthält eine Vielzahl an Kräutern. Die darin enthaltenen Mineralien, Flavonoide und Bitterstoffe sollen den Kreislauf in Schwung bringen, die Verdauungssäfte und Blutbildung anregen.

Begeisterte Anwender sprechen davon, dass sie sich aktiver, unternehmungslustiger und besser gelaunt fühlen. Einige Tropfen bis ein Teelöffel der Kräutermischung reichen aus, um Körper und Geist etwas Gutes zu tun. Eine Überdosierung bewirkt das Gegenteil, daher ist Vorsicht geboten.

Innerliche Anwendung von Schwedenbitter

Der Schwedenbitter eignet sich sehr gut als Aperitif vor dem Mittagessen. Dabei wird ein kleiner Teelöffel, pur oder mit Wasser auf ein Stamperl verlängert. Bei Völlegefühl oder übersäuertem Magen empfiehlt er sich nach dem Essen als Digestif.

Schwedenbitter kann auch kurmäßig angewendet werden. Einen Monat lang täglich 10 bis 20 Tropfen vormittags oder am frühen Nachmittag einnehmen. Da er ein Muntermacher und Aktivierer ist, ist er nicht für den Abend geeignet.

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Bei Blähungen, Völlegefühl und Magenunwohlsein. Ein Naturprodukt, hergestellt aus hochwertigen Pflanzenextrakten in Arzneibuchqualität.

Äußerliche Anwendung von Schwedenbitter

Da die heilsame Wirkung auch sehr gut über die Haut funktioniert, wird Schwedenbitter auch gerne äußerlich angewandt.

Als Umschlag kann ein Baumwolltuch mit einem Esslöffel des Elixiers in ein viertel Liter lauwarmes Wasser getränkt und dann aufgelegt werden. Für ein Fußbad zwei Esslöffel Schwedenbitter ins Badewasser geben und die Füße etwa 15 Minuten bei 36 °C baden. Dadurch soll der Stoffwechsel angeregt und aktiviert werden.

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Hinweise

Die empfohlene Tagesdosis des Schwedenbitters nicht überschreiten. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise.

Quellen: Buch “Hausmittel” von Karin Buchart (Servus Verlag)
Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Schwedenbitter