Kurkuma oder wegen seiner gelben Farbe auch Gelbwurz genannt, darf gerade in der südasiatischen Küche keinesfalls fehlen. Wir kennen Kurkuma aus indischen Currymischungen und setzen das Gewürz gerne zum Kochen ein. Kurkuma schmeckt aber nicht nur gut, es hat auch einige gesundheitsfördernde Eigenschaften – dank Wirkstoffen die entzündungshemmend, schmerzlindernd, antibakteriell und hypoallergen wirken.

Was ist Kurkuma?

Kurkuma (Curcuma longa), auch Gelber Ingwer, Safranwurz, Gelbwurz, Gilbwurz oder Curcuma genannt, ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Ingwergewächse, schmeckt aber nicht so scharf wie Ingwer, sondern eher mild-würzig und leicht bitter. Die gelbe Wurzel wächst in den tropischen Regionen Asiens. Von der Staude, die über einen Meter hoch werden kann, wird der unterirdische Teil verwendet. Die Knolle sieht dem Ingwer sehr ähnlich, besticht jedoch mit seiner orange-gelben Farbe, die Kurkuma so unverwechselbar macht.

Welche Wirkstoffe sind in Kurkuma enthalten?

Kurkumapulver enthält ätherische Öle, Harze, Eiweiße und Zuckerverbindungen sowie etwa 3 – 5 % Curcumin und andere Curcuminoide, die als die biologisch aktiven Inhaltsstoffe der Gelbwurz gelten. Sie werden aus dem getrockneten Wurzelgewebe (dem Rhizom) durch Lösungsmittel-Extraktion gewonnen und zählen zu den Polyphenolen.

Kurkuma wird aufgrund seiner gelben Farbe auch Gelbwurz genannt

Curcumin – der Wirkstoffkomplex aus Kurkuma

Curcumin gilt als Hauptwirkstoff in der Kurkumawurzel. Curcumin gehört zur Pflanzenstoffgruppe der Curcuminoide und ist der biologisch aktive Bestandteil der Gelbwurz. Curcumin ist ein starkes Antioxidans mit belegten entzündungshemmenden, antibakteriellen und hypoallergenen Eigenschaften. Weil es jedoch nicht wasserlöslich ist, ist Curcumin im menschlichen Blutkreislauf nur schlecht bioverfügbar.

Bioverfügbarkeit von Curcumin

Bioverfügbar bedeutet, dass die gesundheitlich relevanten Wirkstoffe aus Kurkuma auch wirklich im Darm aufgenommen werden, dadurch in den Blutkreislauf gelangen und dort auch eine ausreichend lange Zeit bleiben, bevor sie abgebaut und ausgeschieden werden. Erst dann können sich die vorteilhaften Wirkstoffe von Kurkuma im Körper entfalten.

Da Kurkuma fettlöslich ist, kann die Bioverfügbarkeit von Curcumin beim Kochen durch Zugabe von Fett erhöht werden. Aber auch durch Erhitzen, so haben Studien gezeigt, kann die Wirkung verbessert werden.
Tipp: Kurkuma am besten einer Suppe beifügen und ein wertvolles Öl, wie z. B. Leinöl oder Kürbiskernöl, als Topping oben drauf.

Auch schwarzer Pfeffer bzw. der in ihm enthaltene sekundäre Pflanzenstoff Piperin kann die Aufnahme von Curcumin um das 20-Fache erhöhen, wie schon eine Studie aus dem Jahr 1998 feststellte.

Für diejenigen, denen der Geschmack von Kurkuma nicht zusagt, die sich aber dennoch nicht die Wirkstoffe dieser Knolle entgehen lassen möchten, gibt es noch die Möglichkeit Curcumin in Kapselform zu sich zu nehmen.

Adler Kurkuma Kapseln

Unsere Kurkuma Kapseln enthalten CAVACURMIN® – eine weiterentwickelte Form des Curcumins mit einer ca. 40-mal effizienteren Aufnahmefähigkeit.

Welche Wirkung hat Kurkuma?

Ob unterstützend bei Verdauungsbeschwerden, hohen Fett- oder Entzündungswerten im Blut, Blähungen oder als reiner Vitamin-Boost, Kurkuma ist einer Knolle mit viel Potenzial. Der Kurkumawurzel werden viele gesundheitsfördernde Wirkungen zugeschrieben:

  • gallentreibend
  • antioxidativ
  • entzündungshemmend
  • schmerzlindernd
  • immunmodulierend
  • krebshemmend

Kurkuma – positive Wirkung auf Leber und Verdauung

Mittlerweile hat man festgestellt, dass die Bitterstoffe von Kurkuma den Gallenfluss anregen, die Blutfette senken können und eine schützende Funktion für unsere Leber besitzen. Vor allem bei Verdauungsbeschwerden, die auf unzureichende Gallensaftproduktion zurückzuführen sind, hilft Kurkuma. Speziell bei Völlegefühl, Blähungen oder einer verlangsamten Verdauung regt diese Powerknolle die Fettverdauung an.

Kurkuma – bei entzündlichen Magen-Darm-Erkrankungen

Aufgrund seiner antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung kann Curcumin bei Magen- und Darmbeschwerden, wie z. B. Reizdarmsyndrom, Erleichterung verschaffen. Es kann Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen und Verstopfung lindern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) listet Kurkuma bereits seit 1999 offiziell als Heilpflanze gegen Verdauungsbeschwerden und Magenprobleme.

Vorsicht ist allerdings bei der Einnahme von Präparaten mit Piperin geboten: Der hochkonzentrierte Scharfstoff des schwarzen Pfeffers kann den Magen reizen. Hier sollte lieber eine Nahrungsergänzung ohne Piperin gewählt werden.

ApoLife Weihrauch Plus Kapseln

Seit Jahrtausenden werden Kurkuma und Weihrauch vor allem in der indischen Naturheilkunde erfolgreich bei Beschwerden am Bewegungsapparat und im Magen-Darm-Trakt eingenommen.

Kurkuma – bei Arthritis und Gelenkschmerzen

Viele schätzen die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin auch bei Gelenksproblemen, die mit einer Entzündung und Schmerzen einhergehen. Hier kann die Einnahme von Kurkuma eine wirkungsvolle Ergänzung zur üblichen Therapie mit Arzneimitteln sein.

Kurkuma – begleitend bei Krebs

Ca. 3.000 Studien haben sich mit der Heilwirkung des Curcumins bei Krebs beschäftigt. Hierbei sind fast alle Krebsarten berücksichtigt worden. Die Ergebnisse dieser Studien haben dazu geführt, dass sowohl die deutsche, als auch die österreichische und die amerikanische Gesellschaft für Onkologie Curcuma zur Begleitung der Krebstherapie empfehlen. Positive Wirkungen sind bei so gut wie jeder Krebsart gefunden worden.

Wichtig: Kurkuma ist kein Heilmittel. Es kann lediglich ergänzend zur eigentlichen Therapie eingenommen werden. Verlassen Sie sich immer auf die qualifizierte Beratung durch einen Arzt oder Apotheker.

Ayurvedischer Supertrunk – Goldene Milch

Die Goldene Milch gilt in der indischen Heillehre als reinigendes und anregendes Getränk. Die in der frischen Knolle, aber auch im Kurkumapulver enthaltenen wertvollen Inhaltsstoffe stärken die Immunabwehr und fördern eine gute Verdauung. Zudem wirkt die Milch körperlich und geistig anregend und sorgt abends getrunken für einen erholsamen Schlaf.

Die Zugabe von Kokosöl und Pfeffer sorgen für eine bessere Aufnahme des im Kurkuma enthaltenen Curcumins.

Rezept für die Goldene Milch

Zutaten für ein großes Glas

  • 300 ml Hafermilch oder Mandelmilch ungesüßt
  • Ein kleines Stück Kurkuma bzw. 1 TL vom Kurkumapulver
  • Ein Stückchen Ingwer oder 1 TL Ingwerpulver
  • ½ TL Kokosöl
  • ¼ TL Zimt
  • 2 Kardamomkapseln
  • ¼ TL frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer
  • 1 Prise Muskatnuss
  • 1 TL Honig oder Agavendicksaft

Zubereitung

Die Pflanzenmilch in einen kleinen Topf geben und bei niedriger Hitze ca. 2 – 3 Minuten aufkochen.

Kurkuma, Kokosöl, Honig oder Agavendicksaft, Zimt, Kardamom, Ingwer, Pfeffer und Muskatnuss dazugeben, mit einem Schneebesen gut umrühren und kurz köcheln lassen.

Eventuell durch ein feines Sieb gießen und mit einem Milchaufschäumer kurz aufschäumen.

Sofort servieren oder abkühlen lassen.

Wohl bekomm`s!